The New Dress in Town

On 12. Juli 2013 by Schnitterling

Heute zeige ich euch eins meiner neuesten Nähprojekte:

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Erstmal eine Erklärung zum Namen: Während dem Nähen, habe ich den Soundtrack von Hairspray rauf und runter gehört und war ziemlich gut gelaunt. Gerade als ich zum ersten mal mit dem Kleid vorm Spiegel stand kam  „New Girl in Town“ und ich so… Um es kurz zu machen: Ich LIEBE dieses Kleid! Den Schnitt habe ich größtenteils selbst gemacht. Es sollte ein einfaches Trägerkleid mit geradem Ausschnitt und eingereihtem Rock werden (die Silhouette ähnlich wie beim Colette Hazel). Als Basis diente das Oberteil vom Cambie Dress, weil ich wusste, dass es gut passt. Ich habe den oberen  Teil am Rückenteil abgeschnitten und den Ausschnitt am Vorderteil begradigt und ein bisschen nach untern versetzt. Natürlich habe ich von dem Ganzen erstmal eine Testversion genäht. Leider saß es ohne die Ärmel oben viel zu locker. Nach ein bisschen Rumsteckerei habe ich dann die Abnäher nach oben verlängert und Prinzessnähte daraus gemacht. Hier ist eine kleine Skizze zum besseren Verständnis: Scan Um den Rock auszutesten habe ich einfach ein 50cm langes Stück vom Teststoff abgeschnitten und die volle Breite (ca. 160cm) oben eingereit. Die Weite war genau richtig, also wurde sie auch für das spätere Kleid übernommen. Den Taillenbund habe ich einfach weggelassen. Dadurch setzt der Rock etwas oberhalb meiner Taille an, was , wie ich finde, ziemlich vorteilhaft ist. Da ich keine Lust auf einen Reißverschluss hatte, habe ich den hinteren Mittelteil gesmokt. Dieses und dieses Tutorial haben mir dabei geholfen. Es war aber auch mit viel Ausprobieren, Ausmessen und Rumrechnen verbunden!

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Das gesmokte Rückenteil macht das Kleid total bequem und ich kann probemlos reinschlüpfen. Das Kleid ist nicht gefüttert, weil es ein möglichst leichtes Sommerkleid sein soll. Damit die Nahtzugaben nicht aufransen, habe ich fast alle Nähte als französische Nähte gearbeitet. Das heißt, die Nahtzugaben sind verstürzt und es gibt keine offenen Kanten. Auch die gebogenen Prinzessnähte habe ich so hingekriegt, indem ich die Nahtzugabe so schmal wie möglich abgenäht habe.

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Bitte nicht zu sehr auf meine krumme Naht achten! Danke ;-)

Sogar an den Nahttaschen sind keine offenen Kanten zu sehen! Wie man das hinbekommt zeigt dieses Tutorial.

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Alle Nahtzugaben am Oberteil sind von außen abgesteppt. Zum einen verstärkt das die Nähte und macht sie stabiler und zum anderen muss ich so nicht jedes Mal nach dem Waschen alles wieder in die richtige Richtung bügeln ;). Die Nähte am Smokteil und die Taillennaht habe ich nicht verstürzt, weil das zu dick geworden wäre. Diese Nahtzugaben sind mit einem Overlockstich meiner Nähmaschine versäubert, mit der Zackenschere zurückgeschnitten und ebenfalls abgesteppt. Das Kleid hat schon einige Runden in der Waschmaschine hinter sich (ich trage es fast jede Woche) und bis jetzt hat alles prima gehalten! Die obere Kante habe ich mit Schrägband verstürzt und abgesteppt. Ich bin ziemlich stolz auf dieses Kleid, weil es eine so perfekte Innenseite hat! Auch wenn es außer mir niemand sieht, macht es wirklich einen Unterschied! Es lohnt sich also, sich auch auf die inneren Werte eines Kleidungsstücks zu achten!

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Den Stoff  erkennt ihr vielleicht aus unserem Banner. Er ist vom holländischen Stoffmarkt für 6€/m (Baumwollle mit Elastan, glaube ich).

Ach ja, und schaut euch meine Taschen an! Die habe ich einfach von der Version B des Cambie Kleids übernommen. Wenn ich nicht grade meine Hände drin habe, sind sie von außen nicht zu sehen und der süße Pünktchenstoff ist mein kleines Geheimnis 😉

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Ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Meike

PS: Mehr Nähprojekte von mir findet ihr hier.

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